Die Lösung für Abmeldungen: Best Practices für ein B2B-E-Mail-Preference-Center
Laut einer Studie des Content Marketing Institute aus dem Jahr 2020 gaben über 80 Prozent der B2B-Marketer an, dass E-Mail-Newsletter ihre häufigste Content-Marketing-Taktik sind. Doch trotz des beeindruckenden ROI von E-Mail-Marketing haben B2B-Unternehmen mit höheren Abmelderaten und niedrigeren Click-to-Open-Raten zu kämpfen. B2B-Kunden erhalten eher „zu viele E-Mails“, und um dem Informationsrauschen zu entgehen, entscheiden sie sich womöglich für die Abmeldung.
Was kann ein B2B-Unternehmen also tun? Preference Center für E-Mails sind ein Mittel, um wirksam mit Abonnenten zu kommunizieren. So profitiert Ihre E-Mail-Marketing-Strategie davon.
Vorteile eines B2B-E-Mail-Preference-Centers
1- Senkt Ihre Abmelderaten
Für B2B-Unternehmen ist eine hohe Abmelderate eher das Symptom eines größeren Problems als dessen Ursache. Wer Ihre E-Mail-Liste abonniert hat, kann sich aus verschiedenen Gründen abmelden. Vielleicht finden die Empfänger Ihre Inhalte nützlich und relevant, aber die Frequenz ist zu hoch. Es kann auch umgekehrt sein: Ein großer Teil der E-Mails, die Sie versenden, ist für ihr Spezialgebiet irrelevant, und deshalb melden sich manche ab.
In dieser Situation gibt ein Preference Center die Kontrolle an die Abonnenten zurück. Es bietet ihnen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wie oft sie Ihre Inhalte erhalten möchten und welche Art von Inhalten sie interessiert. Dadurch wird die Abmeldung zum letzten Ausweg statt zum ersten Impuls.
2- Schafft Vertrauen bei Unternehmen, weil Sie deren Meinung wertschätzen
B2B-Beziehungen beruhen auf Vertrauen. Hinter jedem B2B-Kunden steht ein Unternehmen, das eine langfristige Beziehung sucht, um erfolgreich zu sein. Wenn Sie neue Kontakte in Ihren Verteiler aufnehmen, hinterlassen Sie einen guten Eindruck, indem Sie ihnen anbieten, ihre E-Mail-Präferenzen selbst zu verwalten.
Damit zeigen Sie den Lesern, dass Sie ihre Präferenzen schätzen und ihre Zeit respektieren. Es beweist, dass Sie sich die Zeit genommen haben, sie zu verstehen, und dass sie nicht nur ein weiterer Lead sind. Das wiederum schafft Vertrauen.
Damit Ihr Preference Center die gewünschte Wirkung entfaltet, sollte es aber ein besseres Nutzererlebnis bieten. Schließlich ist es eine Erweiterung Ihrer Marke und braucht deshalb dieselben prägenden Elemente wie die Inhalte in Ihren E-Mails und auf Ihrer Website. Für einen gezielten Ansatz können wir Ihr Preference Center anpassen, damit es einfacher zu bedienen ist und ein einheitliches Erlebnis bietet.
3- Zeigt Ihnen, für welche E-Mail-Inhalte sich Leser interessieren
Von den verschiedenen Gründen, aus denen sich Menschen abmelden, ist der häufigste, dass sie „zu viele E-Mails“ erhalten. Das stimmt jedoch nicht ganz. Ihr eigentliches Problem ist, dass sie zu viele irrelevante E-Mails bekommen. Und wenn B2B-Kunden das Gefühl haben, nicht das zu bekommen, was sie wollen, schränken sie ihre E-Mail-Abonnements ein. Ein Preference Center aufzubauen ist ein wirksamer Weg, mehr über ihre Interessen zu erfahren.
Mit diesen Daten kann Ihr Unternehmen mehr Inhalte erstellen, die den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechen. Um nützliche Daten zu erhalten, müssen Sie jedoch Optionen anbieten, die für Ihr Unternehmen relevant sind. Ihr Preference Center muss also zu Ihrem Branding passen. Wenn Ihr Unternehmen ein individuelles Preference Center entwickeln möchte, passen wir es so an, dass es Themengruppen anzeigt, die Ihre Zielgruppe versteht. So ist Ihr Marketo-Preference-Center passend zu Ihrer aktuellen E-Mail-Marketing-Strategie gestaltet.
4- Verbessert die Zielgruppensegmentierung
Die Segmentierung ist beim Versand von B2B-E-Mails unverzichtbar, weil Sie Ihre Zielgruppe damit gezielt mit nützlichen Inhalten ansprechen. Diese Daten sind entscheidend, um die verschiedenen Gruppen von B2B-Kunden zu erkennen, die erwägen, Ihre Leistungen zu beauftragen.
Nehmen wir an, Sie sind ein SaaS-Unternehmen mit einer Software für das Liefermanagement von Logistikunternehmen. Nun haben Sie kürzlich drei neue Personen in Ihre Kontaktliste aufgenommen.
Der erste Kontakt ist ein kleines Unternehmen mit einer Flotte von 10 Kühlfahrzeugen, das stadtweite Lieferungen am selben Tag anbietet. Der zweite ist ein Logistikunternehmen mit einer großen Flotte, das Lieferungen quer durch die Stadt übernimmt. Der dritte schließlich ist ein Entwickler, der sich für Ihre E-Mail-Liste angemeldet hat, während er nach Stellenangeboten suchte.
Wie Sie sehen, hat jeder Kontakt andere Bedürfnisse.
Selbst die beiden Unternehmen, die sich in Ihre E-Mail-Liste eintragen, arbeiten in unterschiedlichen Größenordnungen, daher müssen Sie jeweils passend mit ihnen kommunizieren. Mit einem Preference Center kann jeder dieser Kontakte die E-Mails, die er von Ihnen erhält, selbst feinjustieren. So können Sie die Kontakte in verschiedene Gruppen segmentieren und ihnen entsprechende E-Mails senden.
5- Steigert das E-Mail-Engagement
Letztlich zielt E-Mail-Marketing darauf ab, Öffnungs- und Klickraten zu steigern: Der Abonnent soll sich mit den Inhalten, die Sie senden, beschäftigen, statt sie nur zu erhalten. Wenn ein Abonnent aber zu viele E-Mails von Ihnen bekommt, geht ein Inhalt, der relevant gewesen wäre, in einem überfüllten Posteingang unter.
Nehmen wir an, ein Abonnent hat sich für Ihren Verteiler angemeldet, um einen monatlichen Marktbericht mit wichtigen Erkenntnissen zu erhalten. Updates zu Ihrem täglichen Blog möchte er aber nicht. Wenn Sie den Bericht am Monatsende versenden, bekommt er über zwanzig E-Mails zu Ihrem jüngsten Blogbeitrag (die er nicht wollte), bevor er den Bericht tatsächlich erhält. Folglich wird er sich wahrscheinlich nach der fünften oder sechsten irrelevanten E-Mail abmelden.
Mit einem individuellen Preference Center kann er sich dafür entscheiden, nur die monatlichen E-Mails mit wichtigen Berichten zu erhalten. Nun bekommt er nur noch eine E-Mail pro Monat, aber deren Klickrate steigt auf das Zehnfache.
Best Practices für ein B2B-E-Mail-Preference-Center
Wenn Sie Abonnenten erlauben, ihr E-Mail-Erlebnis nach ihren Präferenzen zu gestalten, steigern Sie ihr Engagement und stärken Ihre Beziehung zu ihnen. Um Ihr Preference Center zu optimieren, sollten Sie diese fünf Best Practices umsetzen.
1- Klare und knappe Optionen
Bieten Sie eine unkomplizierte und leicht verständliche Auswahl an E-Mail-Präferenzen an. Beschreiben Sie klar, welche Arten von E-Mails Abonnenten erhalten können, etwa Newsletter, Produkt-Updates, Brancheneinblicke oder Einladungen zu Events. Überfordern Sie sie nicht mit zu vielen Optionen, sondern konzentrieren Sie sich auf die für Ihre Zielgruppe relevantesten Kategorien. Vergessen Sie nicht, einen deutlichen und leicht auffindbaren Abmeldelink einzubauen.
2- Detaillierte Auswahl der Präferenzen
Bieten Sie fein abgestufte Präferenzoptionen an, um den unterschiedlichen Interessen Ihrer Abonnenten gerecht zu werden. Lassen Sie Abonnenten die gewünschte E-Mail-Frequenz wählen, etwa wöchentlich, monatlich oder vierteljährlich. Bieten Sie außerdem Optionen an, mit denen sich die empfangenen Inhalte nach bestimmten Themen, Branchen oder Jobrollen anpassen lassen. Dieser Grad an Individualisierung stellt sicher, dass Abonnenten relevante und gezielte Inhalte erhalten, was ihr Engagement und ihre Zufriedenheit steigert.
3- Reibungsloses Nutzererlebnis
Stellen Sie sicher, dass Ihr Preference Center ein reibungsloses und benutzerfreundliches Erlebnis bietet. Machen Sie es leicht zugänglich, indem Sie in jede E-Mail einen Link einfügen. Gestalten Sie das Preference Center mit einem aufgeräumten Layout und intuitiver Navigation, damit Abonnenten mühelos durch den Prozess geführt werden. Halten Sie die Formularfelder einfach und knapp und verlangen Sie möglichst wenige Angaben, damit mehr Menschen mitmachen.
4- Das Preference Center bekannt machen
Machen Sie Ihr Preference Center aktiv bekannt, damit Abonnenten es nutzen. Fügen Sie in Ihre E-Mails einen Call-to-Action ein, der die Empfänger einlädt, ihre Präferenzen zu aktualisieren. Heben Sie die Vorteile personalisierter Inhalte hervor und betonen Sie, dass ihre Präferenzen zählen. Nutzen Sie zusätzlich andere Kanäle wie Social Media oder Blogbeiträge, um auf das Preference Center und seine Vorteile aufmerksam zu machen.
5- Laufende Pflege und Optimierung
Überprüfen und aktualisieren Sie Ihr Preference Center regelmäßig anhand des Feedbacks der Abonnenten und ihrer sich wandelnden Präferenzen. Beobachten Sie Engagement-Kennzahlen, um Trends und Verbesserungspotenzial zu erkennen. Testen und optimieren Sie Bedienbarkeit, Layout und Optionen des Preference Centers laufend, damit es benutzerfreundlich und wirksam bleibt.
Wenn Sie diese Best Practices für Preference Center umsetzen, befähigen Sie Ihre Abonnenten, ihr E-Mail-Erlebnis selbst zu gestalten. Diese Personalisierung fördert stärkere Bindungen, steigert das Engagement und führt letztlich zu besseren Geschäftsergebnissen. Nutzen Sie diese Praktiken, um Ihr E-Mail-Marketing zu optimieren und ein maßgeschneidertes Erlebnis zu bieten, das Ihre Zielgruppe anspricht.
Heben Sie Ihre E-Mail-Strategie auf die nächste Stufe
Zusammengefasst: Mit einem B2B-Preference-Center können Abonnenten wählen, welche Art von Inhalten sie in welcher Frequenz von Ihnen erhalten. Sie gewinnen Informationen darüber, wofür sich Leser interessieren, und erhalten Daten, die die Kundensegmentierung deutlich erleichtern. Ihr Unternehmen kann bei Interessenten einen besseren Eindruck machen und ihr Vertrauen gewinnen und zugleich dafür sorgen, dass Abonnenten E-Mails öffnen und sich mit ihnen beschäftigen. Diese Vorteile senken die Abmelderate und machen Ihre E-Mail-Marketing-Strategie deutlich zielgerichteter.
Veröffentlicht vor von Charles
Charles is the co-founder of Otowui and is responsible for marketing strategy and business development. He is a web enthusiast and digital marketing expert, with over 15 years of experience in the field. He enjoys creating unique and personalized user experiences for Otowui customers. He is also a developer and is passionate about the latest technologies to improve the performance and quality of Otowui's products.